24.Abrafaxe-Turnier mit 190 Teilnehmern

Das 24.Abrafaxe-Turnier wurde erstmals im Andreas-Gymnasium Friedrichshain ausgetragen (Samstag, 18.6.22, ca, 190 Teilnehmer, 6 Altersgruppen Jg. 2008 und jünger, 7 Runden Schweizer System, 15 min/Spieler und Partie).

Empor war mit insgesamt 9 Teilnehmern am Start. Ich hatte den Schwerpunkt auf die Jüngsten gelegt, so dass wir uns in den Pausen in unmittelbarer Nähe der E-Gruppe „Eichhörnchen“, Jg. 2015 und jünger, aufhielten, um die Partien – soweit möglich – zu rekonstruieren und wesentliche Aspekte zu besprechen. Das war ok- Altbau, keine direkte Sonneneinstrahlung und Turnierende incl. Siegerehrung nach ca. 6 h. Die anderen Gruppe dauerten z.T. deutlich länger – aufgrund der sommerlichen Hitze eine Belastungsprobe für alle Beteiligten.   Zu den Ergebnissen:

A-Gruppe: 3. Lasse Nestler 6 aus 7, 4. Antek Jankowski 5.5 aus 7 – Lasse startete mit einer Null und dann die Aufholjagd. Antek dagegen legte 5 aus 5 vor. Dann ein Remis, hmm – dann müsste doch ein abschließendes Remis zum Turniersieg reichen? Pech in der Auslosung: In Runde 7 saßen sich Lasse udn Antek gegenüber – mit dem Sieg zog Lasse noch vorbei. Dennoch von beiden eine starke Vorstellung.  Lars Lau, gerade zurück von der ODEM in Willingen, holte solide 4 aus 7 bei zum Teil starker Gegnerschaft.
B-Gruppe: Keine Teilnehmer von Empor
C-Gruppe: Milosz Mlynarski „1011010“ bedeuten gute 4 aus 7, mit einem Sieg in der letzten Runde wäre Milosz sogar weit vorn dabei.  Felix Geiser holte 3 aus 7, ok, aber ausbaufähig.
D-Gruppe: Gleb Belov startete mit 4 aus 5 – wow. Dann ließen wohl die Kräfte nach, es blieb bei den 4 Punkten.
E-Gruppe: Wir waren mit drei unserer Mattfüchse dabei. Ich konnte eine Reihe von Partien beobachten und fand das Niveau der vorderen Bretter für diese Altersklasse (Jg. 2015 und jünger) richtig stark! Da könnte wieder so ein Berliner Jahrgang kommen wie die Jahrgänge 1999/2000 (Leonid Sawlin, Raphael Lagunov, Moritz Greßmann…) oder 2006/2007 (Bao Anh Le Bui, Jonas Eilenberg, Copo Lepu Zhou und und und). Hannes Dräger spielte zum allerersten Mal ein Schachturnier mit und kämpfte viel mit der eigenen Aufregung, der Schachuhr und dem Reflex, sofot auf das zu reagieren, was er gesehen hatte. Viel dazu gelernt und 3 Punkte mitgenommen, sehr schön! Unser Jüngster, Jonas Eskef wollte wieder seine üblichen 4 Punkte im Turnier holen 😉 – musste aber nach längerer Turnierpause erst einmal wieder den richtigen Rhytmus finden. Toll, dass es dann mit 3 Siegen am Ende sogar zu 5 Punkte (aus 7) und einem starken 6.Platz reichte! Artemii Belov, gerade zurück von der DEM U8 in Willingen, lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Alexander Schmidt vom SK Zehlendorf (ebenfalls in Willingen dabei). Am Ende hatten beide 6 aus 7 und Alexander vor allem aufgrund des Sieges in der Partie gegeneinander die Nase vorn! Beeindruckend der Kampfgeist von Artemii, verbunden mit guter Zeiteinteilung – einige Male wurde der Sieg erst in den letzten 2 Minuten bei lange schlechterer Stellung unter Dach und Fach gebracht. Es gab also durchaus noch einige andere Kandidaten für die Spitzenplätze!

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Bilder von der DEM in Willingen

Bilder:

DEM 2022: Tag 2 und Tag 3 – Gute Ernte

Am Pfingstmontag ging es weiter bei der Deutschen Meisterschaft in Willingen. Ennio musste am frühesten aufstehen, weil er als einziger eine Doppelrunde hatte und seine Partie schon um 8:30 anfing.

Es war ein nervenaufreibendes, spannendes Spiel, es ging hin und her, aber letztendlich entstand eine Stellung, wo Ennio seine Stärken besonders gut herausbringen konnte und so gelang es ihm,  den Gegner taktisch auf die zwei Schultern zu legen.

Die anderen konnten also ein bisschen mehr schlafen und den Vormittag nutzen, um in den Pool zu gehen, oder mal eine Runde Tischtennis zu spielen.

Die Runde fing um 14:30 an – alle aus der Empor Delegation mussten ans Brett. Ab 15 Uhr gab es zum Thema Kinderschutz eine Pflichtveranstaltung für Landestrainer (organisiert von der DSJ), also konnte ich die Partien eine Zeit lang nicht genau verfolgen. Als ich wieder auf die Partien blickte, wurde ich besorgt.

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DEM 2022: Tag 1 – Feuertaufe in Willingen

Nach der langen Fahrt, der spektakulären Eröffnungsfeier, die kurz vor 21 Uhr endete und einer schnellen Vorbereitung für die Partien am nächsten Tag, sind unsere Spieler schlafen gegangen, um die pünktlich um 8:30 beginnende erste Partie mit frischen Kräften anzufangen.

Für Anker, Maximilian und Lars war es auch die “Feuertaufe”, denn sie nehmen an ihrer ersten Deutschen Meisterschaft teil. Leider verlief die erste Runde nicht für alle so, wie geplant.

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Auftakt der Deutschen Einzelmeisterschaft der Jugend 2022

Die Teilnehmer des SV Empor Berlin bei der DEM 2022 in Willingen:

AK /Turnier Teilnehmer
U12 Paul Freude
U10 Ennio Rodriguez Klasen
U8 Artemii Belov
ODEM B Anker Müller
ODEM C Maximilian Böker
ODEM C Lars Lau

Als Landestrainer und Betreuer unserer DEM-Teilnehmer ist unser Trainer FM Zsigmond Szajbely dabei.

Hier die wichtigsten Turnierlinks (nicht alle funktionieren schon zu Turnierbeginn!):

» DEM-Startseite (Übersicht)
» DEM-Turnierseite
» Live-Partien (Übersicht)
» Livestream aus Willingen auf  dem Twitch-TV der DSJ – live aus Willingen
» Impressionen: Fotos von der Meisterschaft
» Grüße an die Meisterschafts-Zeitung
» Die tägliche Zeitungsausgabe „Die Brieftaube“ zum Download – » Ausgabe 1
» Alle Berliner Teilnehmer
» Berichte auf der Berliner Jugendseite
» Infos der DSJ zum SV Empor Berlin

Und hier ein erster Bericht von Zsigmond – Ankunft in Willingen – Tag 0 Weiterlesen

Oberliga: Empor Berlin schlägt Empor Potsdam vernichtend mit 7,5 zu 0.5 !

Nach langer Zeit ohne Bericht aus der Oberliga hier nun eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse des letzten Sonntags.

Wir reisten aus verschiedenen Himmelsrichtungen nach Potsdam an, diesmal ohne unsere Mannschaftsleiterin Elisa. Die fehlte aus verständlichen Gründen, sie hat nämlich am Samstag davor Ihren Bernd geheiratet, herzlichen Glückwunsch nochmal an dieser Stelle!

Elisa und Bernd in Fürstlich Drehna

Ersetzt wurde sie von Hansi, der seit über zwei Jahren zum ersten Mal wieder am Brett Platz nahm.

Wir hätten gern wie üblich unsere Partien beim gemeinsamen Essen danach analysiert, doch war diesmal kein Schachbrett vor Ort und es wurde dann irgendwie jeweils in Zweiergrüppchen auf einen der ausreichend vorhandenen Bildschirme geschaut. Hier folgt eine kleine Zusammenfassung von dem, was mir so in Erinnerung geblieben ist:

An Brett 8 habe ich wenig mitbekommen, in einer Sc6-Eröffnung (trainiert Pavlos etwa mit Julian?) hielt er einen Mehrbauern im Zentrum fest und hatte gleichzeitig eine sehr aktive Stellung, wann immer ich schaute, hatte ich keinen Zweifel, dass er gewinnt, was dann auch relativ flott geschah.

An Brett 7 spielte Hans mit Weiß gegen Königsindisch, Mar del Plata-Variante und trotz über 50 Jahren Erfahrung mit dieser Eröffnung, ließ er den Gegner relativ leicht zu g5-g4-g3 kommen. Ohne tiefere Analyse war man sich später einig, dass das typische Lxh3 in der einen oder anderen Form gewonnen hätte. Der Gegner wollte das offenbar mit Komfort, zog zuerst seine Dame nach h4, worauf Hans natürlich mit Dxc8! den Hauptfeind beseitigte, Danach gab es keinen Angriff mehr für Schwarz und Hans gewann am Damenflügel.

An Brett 6 musste sich Thomas als Schwarzer mit der Vierbauernvariante im Königsinder auseinandersetzen. Er wich früh von der gängigen Theorie ab, musste dann aber nach Kompensation für den verlorenen Bauern suchen. Dabei verpasste der Gegner ein starkes Qualitätsopfer und im Endspiel kam es nach einigem Hin- und Her zur Zugwiederholung, Remis.

An Brett 5 spielte Paul einen Grünfeld-Englisch-Hybriden, er opferte den Bauern c4 und konnte dafür seinen d-Bauern nach d5 vorstoßen. Sein Gegner deplatzierte seinen Springer auf a5, wo er etwa 20 Züge blieb und auch danach nicht mehr wirklich eingriff. Aber Paul driftete kurz etwas ab und fand nicht den sofortigen Durchbruch im Zentrum, später verpasste Schwarz nochmal ein Räumungsopfer. Bauer c4-c3! mit der Idee Sa5-c4 hätte sich um die am schlechtesten stehende Figur gekümmert und für Durcheinander gesorgt. Danach ließ Paul dann aber nichts mehr anbrennen.

Daniel an Brett 4 ist unser Topscorer in dieser Saison. In seiner Partie gegen IM Ralf Schöne wählte dieser im Englischen den Botwinnik-Aufbau mit dem Bauerndreieck c4-d3-e4. Dieser ist nicht zuletzt wegen Mihai Marins Büchern sehr populär. Daniel reagierte gut mit einer flexiblen Aufstellung und so kam man in ein interessantes Mittelspiel. Ein sehr schönes Scheinopfer Tc4! gab ihm die Initiative, leider erfolgte die Freilegung des Lb7 mit d5-d4+ nicht im richtigen Moment und es war wieder unklar. Am Ende hätte es wohl zu einer Zugwiederholung kommen sollen, aber bei vermutlich knapper Zeit unternahm Ralf einen Gewinnversuch, der genau das Gegenteil erreichte.

Die aus meiner Sicht spannendste Partie spielte unser Naturschachkämpfer Jonas an Brett 3. Wann hat Jonas mit Weiß zum letzten Mal kurz rochiert? Diesmal ein Reti-Aufbau mit Sf3, e3, b3. Dann im 8. Zug das freche Sg5, was immerhin eine Mattdrohung aufstellte. Für mich fühlte sich das nicht ganz korrekt an. Später fand ich einen klassischen Vorgänger, die 1952 gespielte Partie Simagin-Ratner, für die älteren unter uns durchaus bekannte Namen! Dort spielte Ratner die besten schwarzen Züge und stand klar besser, griff aber später in den Verwicklungen fehl, ganz einfach war es also für Schwarz nicht! Unser Jonas stand jedenfalls bald klar besser, er opferte den Springer für drei Bauern, und behielt trotz ein paar Ungenauigkeiten den Angriff und Vorteil. Die Partie war aber sehr kraft- und zeitraubend, der Gegner konnte plötzlich die Figur zurück geben und dafür die Bauern wieder einsammeln. Kurz vor der Zeitkontrolle machte der Schwarze dann zwei Fehler, zuerst zog er seine Dame ohne Not von ihrem Idealfeld weg, ein paar Züge später zerstörte er die Integrität seiner Bauernkette und die Bauern fielen wie die sprichwörtlichen reifen Früchte.

Ein Sprung zu Brett 1 an dem Karsten schon in der Eröffnung überrascht wurde ( O-Ton: „c6 kannte ich nicht“). Nun war das besagte c6 allerdings vom Gegner schon im 1. Zug gespielt worden, also Caro-Kann, das typische Volke-Understatement also. Danach kam eine sehr moderne Variante aufs Brett, Weiß griff den Bauern g7 mit Dg4 an und Schwarz parierte mit dem eher seltenen Kf8 ( besser wahrscheinlich Se7) doch die daraus resultierenden Koordinationsprobleme führten sehr schnell zu einem positionellen Würgegriff, aus dem Karsten seinen Gegner nicht mehr herausließ. Nach meinem Gefühl die sauberste Partie der Veranstaltung.

Womit ich zuletzt zu meinem, dem Brett 2 komme. Leider eine sehr schwache Partie von beiden Seiten, wo doch mein Gegner Johannes Tschernatsch als Nachwuchstalent gilt. Schon in der Eröffnung gab es einige Ungenauigkeiten, Weiß spielte in einem Sizilianer zu früh c4, ich ließ das Scheinopfer Sd5 zu, in der (völlig falschen) Annahme, in dieser speziellen Situation wäre es günstig für mich, mein Gegner verzichtete, vermutlich aus dem selben Grund. Danach stand ich immer okay, ließ aber einige gute Möglichkeiten aus, bis Johannes dann in unklarer Stellung einen dicken Fehler machte, der die Abwicklung in ein völlig verlorenes Endspiel erzwang. Auch das passierte kurz vor der Zeitkontrolle.

 

Also alles in allem sicher ein verdienter Mannschaftssieg, wenngleich in dieser Höhe gegen ein nominell nicht schwächeres Team eher ungewöhnlich, da hatten wir viel Glück auf unserer Seite.

Damit sollte der gute dritte Platz gesichert sein, eine Nachholrunde steht noch an am 29.5. als Heimspiel. Vielleicht sehen wir ja noch ein paar Fans zum Saisonabschluß!

Marco

Alle Ergebnisse und Partien unter https://ergebnisdienst.schachbund.de/bedh.php?liga=olno

BJMM 2022: U12 mit Aufholjagd zum Vizemeister, u16 auf Platz 3

Dieser zweite Teil der BJMM fand erst 5 Wochen nach dem Auftaktwochenende statt (» Zum Zwischenbericht u12/u16 ). Ungewöhnlich, aber es fanden sich keine freien Termine dazwischen. Die U14 hatte ihre Spiele bereits beendet (» u16, Abschlussbericht u14 ), so dass nur noch die U16 zu ihrem abschließenden Spiel und die U12 zu den letzten 3 Runden aktiv waren. 

BJMM 2022 - Berliner Vizemeister u12 - Paul, Antek, Ennio und Anker

BJMM 2022 – Berliner Vizemeister u12 : Paul, Antek, Ennio und Anker

U12: Diesmal trat unsere u12 in Bestbesetzung an – und Ennio, Anker, Paul und Antek lösten die anstehenden Aufgaben absolut souverän und konnte so noch von Platz 5 auf den erhofften 2.Platz klettern – Vizemeister und Qualifikation zur Norddeutschen Vereinsmeisterschaft!

Runde 5: SC Weisse Dame – SV Empor Berlin  0 – 4
Runde 6: SV Empor Berlin – SC Kreuzberg  4 – 0
Runde 7: TSG Oberschöneweide 2 – SV Empor Berlin  0.5 – 3.5
Borussia Lichtenberg, nach 4 Runden mit uns punktgleich, hielt ebenfalls eeindruckend mit, gewann alle drei Runden und landete so nur aufgrund der schlechteren Wertung hinter uns.


BJMM u12 – Endstand:  1. TSG Oberschöneweide 14:0, 2. Empor Berlin 10:4, 3. Borussia Lichtenberg 10:4, 4. SF Nord-Ost je 7:1, SoBe gleich, Berliner Wertung für Borussia, 3. SV Empor Berlin 4. SC Kreuzberg, 5. Königsjäger SW je 2:6 Punkte, 4.SC Kreuzberg 8:6, 5. TSG 2 7:7 (8 Mannschaften)

U16: Mit einer starken Leistung und einer nur knappen 1.2 – 2.5 – Niederlage gegen die SF Nord-Ost hat sich das Team noch auf Platz 3 vorgeschoben.  Auch wenn der Kampf aufgrund der Vorergebnisse für die Qualifikation zur NVM  bedeutungslos erschien, ein deutliches Achtungszeichen! Luke punktet in einer dynamischen Partie gegen den „supersoliden“ Felix Beck, wow! AIch sehe es auch als ein sportliches Zeichen des Teams, dass wir überhaupt angetreten sind – enttäuschend dagegen, dass der SV Königsjäger Süd-West erst gar nicht gegen Borussia antrat und so der Abschlussstand faktisch verzerrt wurde – durch unsere gute Leistung gegen Nord-Ost wurde nun Borussia Lichtenberg mit dem kampflosen 4:0 doch ein wenig unverdient Berliner Meister …

BJMM u16 – Endstand:  1. Borussia, 2. SF Nord-Ost je 7:1, SoBe gleich, Berliner Wertung für Borussia, 3. SV Empor Berlin 4. SC Kreuzberg, 5. Königsjäger SW je 2:6 Punkte

» BJMM-Turnierseite 2022 bei der Berliner Schachjugend