Jugendbundesliga: Knappe Niederlage bei Weisse Dame

Der genaue Endstand ergab sich erst nach 5,5h Spielzeit – unsere Niederlage deutete sich jedoch schon viel früher an. Beide Mannschaften traten nahezu in Bestbesetzung an. An 1 war Daniel rein nach DWZ Favorit, aber würde unser U14-Vizemeister gegen „Die Wand“ 🙂 , den u18-Meister Josef Gelman, mehr als ein Remis herausholen? An zwei spielten zwei derzeit recht inaktive Spieler: Jakob und Kevin Roho. Hier sah ich im Vorfeld keinen eindeutigen Favoriten. An drei saßen sich  wieder einmal die u14-Spieler Sander (Berliner Meister) und Minh Tham gegenüber – Sander leicht in der Favoritenrolle. An Brett 4 trafen der 9-jährige Nikolai (Vizemeister u10) gegen Hakob Kostanyan (U14 Platz 3, D3-Kader) aufeinander, DWZ etwa gleich. Brett 5: Kyrill gegen Nam Tham (Berliner Meister U12) und an 6 musste Ludwig (u14) gegen den schwer einzuschätzenden Jonathan Purol antreten. Insgesamt waren wir wohl in einer leichten Favoritenstellung…

…allerdings nicht lange, denn bereits in der Eröffnung wollte Ludwig zu viel und vermisste nach einem Rechenfehler eine Figur auf dem Brett (lange Variante, schlechte Variante…). Kyrill hatte die Probleme in unbequemer Stellung halbwegs mit 26.Da7 repariert, vergass dann aber, dass ein Sb7 von einem Bauern auf b4 schön neutralisiert wird und dass seine Dame auch wieder einen Rückweg braucht (27.bxa5??) 0 – 2. Bei den noch laufenden Partien sah es zu diesem Zeitpunkt aber recht gut aus (Sander solider Bauer mehr, Daniel mit angenehmer Stellung (Stellungsvorteil später umgewandelt in Mehrbauer), bei Nikolai nach Hakobs 32.exf6? eine wie auf Nikolai zugeschnittene Stellung und eine ausgeglichene, aber recht komplizierte Stellung bei Jakob. Ja, und da lag auch (wieder einmal) das Problem. Die Stellung wurde schärfer, die Zeit knapper – und zwangsläufig unterlaufen da Fehler. 0-3  und die Hoffnung auf Mannschaftspunkte fast dahin.

Etliche Zeit später hatte Nikolai sehr deutlichen Vorteil, aber einige taktische Motive lagen nun in der Luft. Lange Zeit war die Partie klar gewonnen (aber halt nur für die Engine), Hakob hielt jedoch mit allen Mitteln dagegen, kam mit 54.f7! zum Ausgleich und später sogar in Vorteil. Er verzichtete mit 62.Sc7? auf eine mögliche Zugwiederholung, wonach Nikolai wiederum das siegreiche 62…Ke4! verpasste und in einem Endspiel mit Turm + Bauer gegen S + 2 B landete, was er leider viel, viel zu schnell remis gab… Damit war der Mannschaftssieg für Weisse Dame perfekt – die beiden danach schön gewonnen Turmendspiele von Sander und Daniel (nach der eingangs erwähnten 5,5h Gesamtspielzeit) verbesserten somit nur die Brettpunktzahl (und so bleiben wir noch mit 0,5 Brettpunkten vor Weisse Dame…).

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