Wir trauern um Dr. Peter Welz

Dr. Peter Welz (1944-2019)

Am 25.4. erreichte uns die Nachricht vom Tod unseres langjährigen Vereinsmitglieds Dr. Peter Welz.

Wir können es noch immer nicht fassen. Peter, du wirst uns fehlen!

Der Lebensinhalt unseres verdienstvollen Mitglieds war geprägt von unzähligen Schachturnieren, die er mit Begeisterung und Enthusiasmus absolvierte. Als Teilnehmer an über 500 !!! Schachturnieren zählte er zu den absoluten Rekordspielern von Deutschland.
Rechnet man das hoch bei 7 Runden pro Turnier, dann saß er an 3500 Tagen am Schachbrett, also etwa 10 Jahre seines Lebens. Gern hätte er auch das Qualifikationsturnier im April 2019 bestritten, aber es sollte nicht sein. Kurz vor seinem 75. Geburtstag hat sein Herz aufgehört zu schlagen.

Ein besonderer Höhepunkt in seiner schachlichen Laufbahn war die Erlangung des FIDE-Meistertitels 2006. Die Urkunde wurde ihm feierlich beim Verbandstag des Berliner Schachverbandes überreicht. Als leistungsstarker Spieler spielte er mehrmals auch in der Meisterklasse um den Berliner Meistertitel. Legendär war seine Behandlung des geschlossenen Sizilianers, den er mit Weiß durchweg anwendete und mit dem er immer wieder beeindruckende Angriffspartien gewann. Ständig war er unterwegs bei Turnieren. In seinen späteren Jahren war er bei Seniorenmeisterschaften nicht wegzudenken. Egal ob Einzel- oder Mannschaftsturniere, Berliner Meisterschaften, Deutsche Meisterschaften und auch Weltmeisterschaften oder im Betriebsschach überall war er als geschätzter Spieler dabei. Jahrzehntelang spielte er für unseren Verein SV Empor Berlin e.V. und den Vorgängern Empor HO Berlin und Lok Pankow. Peter war absolut zuverlässig – In über 50 Jahren verpasste er nur ein einziges Mal einen zugesagten Mannschaftskampf, weil er das Datum verwechselte!

Im Jahr 2016 wurde Dr. Welz mit der ersten Mannschaft von Empor Berliner Mannschaftsmeister und so gelang der Aufstieg in die Oberliga. Hier bestritt er weiter viele Kämpfe und hatte seinen Anteil daran, dass die Klasse seit dem Aufstieg gehalten werden konnte.

Viele Schachspieler kannten ihn oder haben ihm in den Jahren gegenüber gesessen. Zuverlässig, ruhig in seinem Wesen hat er viele Freunde gewonnen. Seit langem lebte er alleine. Zu seinem Verwandten- und Bekanntenkreis, der nach seinem Erzählen auch begrenzt war, haben wir keine direkten Beziehungen, Adressen ect. fehlen uns. Sofern jemand hier helfen kann, wären wir dankbar.

Der Vorstand des SV Empor Berlin e.V., Abt. Schach