Vermeidbare Heimniederlage gegen die U20 des Reideburger SV

In der » 2.Runde der Jugendbundesliga Nord Staffel Ost unterlag der SV Empor dem Tabellenführer Reideburger SV am 26.10.2019 knapp mit 2.5 – 3.5.

 

Brett 2: Julian Nöldner (1999) – Florian Dietz (2087)

Brett 3: Marvin Henning (2015) – Sander Breitzmann (1915)

Brett 5: A.Chr. Seidel (1790) – Luca Mankel (1773)

Julian spielte 15.Sa2! mit weißem Vorteil in allen Varianten, kurz darauf 1-0

28…Te5! (statt 28….Txf5+) 29.Txe5 dxe5 30.Te1 Txf5+ 31.Ke4 Kb7 ist aufgrund des deplatzierten Sa6 Ausgleich

34…De3! 35.Df7 (35.Dxe6 De2–+) 35…Lg3 36.Lc1 Dxe5 mit etwas Vorteil Schwarz

Julian Nöldner brachte uns mit mit einer schönen Kurzpartie in Führung, nachdem sein Gegner es versäumte, seine Entwicklung zu beenden. Das gelang dann zwar noch, aber auf Kosten einer Figur…  Schön war auch die Stellung von Nikolai – Raumvorteil, besser postierte Figuren – aber die Idee 16.Sd5? ging nach hinten los – Figurenverlust. Sämtliche Attacken auf den gegnerischen König verpufften – Zwischenstand 1:1. Sander stand nach der viel zu optimistischen langen Rochade stark unter Druck, verteidigte sich dabei umsichtig und entkam allmählich der Umklammerung. Mit der Aufgabe der e-Linie war die Partie jedoch praktisch entschieden – Zu erkennen, das diese e-Linie verstopft werden müsste (28…Te5! anstelle von Txf5+), fehlte ihm einfach die Zeit, schade. Bei Luca war mir nach 27.Dg6 (der Bh7 hätte besser da stehen bleiben sollen, wir haben schwarzfeldrige Läufer!) 27…Td7?! recht unwohl – ich fragte mich, wie Luca jemals seine Figurenaufstellung verbessern könne. Auch wenn die Stellung von der Engine nahezu ausgeglichen eingeschätzt wird, kann hier eigentlich nur Weiss auf Sieg spielen… dem Gegner fiel jedoch nichts ein – im Gegenteil: Er verschlechterte seine Figurenaufstellung schrittweise und plötzlich ergab sich nach 34.Tf1 für Luca mit dem Manöver Dc5-e3-e2 (Spiel auf den weißen Feldern – in Ergänzung zum eigenen schwarzfeldrigen Läufer!) die Chance zum Gegenangriff. Leider nicht genutzt – Weiss nutzte den schwachen h6 gnadenlos aus. Bei Max verflachte der schöne Eröffnungsvorteil allmählich – da fehlte der Mut, mit 20.a6-a7! die gegnerischen Figuren an den Freibauern zu binden, um dann dem König in der Mitte anzugreifen. Letztlich sicherte sich Reideburg mit dem remis in klar besserer Stellung hier bereits den Mannschaftssieg,  so dass der schön herausgespielte Sieg von Daniel am Spitzenbrett für das Mannschaftsergebnis bedeutungslos blieb.