Kategorie-Archiv: Aktuelles

Deutscher Vizemeister 2020: Nikolai Nitsche!

Mit ausgezeichneten 5.5 Punkten aus 7 Partien und nur einer Niederlage gegen den Deutschen Meister belegt Nikolai Nitsche in der Altersklasse u12 einen hervorragenden 2.Platz!  Nikolais Partien waren durchweg auf hohem Niveau – auch die Niederlage in der vorletzten Runde gegen den Favoriten Sreyas Payyappat (ELO 2140) in einer aktiv geführten, spannenden Partie konnte Nikolai nicht aus der Bahn werfen. Herzlichen Glückwunsch, Nikolai!

» Abschlusstabelle u12

AK u16 Platz 7 » Daniel Sulayev
AK u14 Platz 38 » Max Freude
AK u12 Platz 2 » Nikolai Nitsche
» Übersicht alle Berliner Teilnehmer

» Einige Bilder von der DEM

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Frühe Brücke, späte Brücke

Gestern in Norwegen entstand nach dem 51. weißen Zug eine Endspielstellung zwischen den Super-GMs Duda und Aronian, bei deren

SaZ, Quo vadis Turm?

Einschätzung alle falsch lagen, na gut mit den Tablebases natürlich easy, egal trotzdem lehrreich. Schwarz spielte 51...Th7  und nun hätte der unverzügliche Vormarsch des a-Bauern mit 52.a4 das Remis gesichert. Schwarz nimmt zwar die Lucena-Formation ein, aber erst mit dem wB auf a6, mit einem Gegenbauern auf der Sechsten gewinnt sie dann nicht mehr, wegen der Drohung a7, weil der brückenbauende Turm ja irgenwie den a-Bauern aus dem Auge lassen muß, um seine Brücke zu bauen. Der einzige Gewinnzug ist 51…Th5. Wenn Weiß auf a5 opfert, gelangt der wT nach a2 und es fehlt eine Linie für den Flankenangriff, Ansonsten droht ganz platt Te5, mit dem wKg3 zieht der e-Bauer mit + ein. In weiteren Abspielen steht der a-Bauer sehr ungünstig (Tb6-b1-a1+Bauer a4, 4 Züge für einen halben Flankenangriff über a1-a3). 

Von einer Lösung, einem Mini Bug und einer echten Fesselung

Das ist die Lösung, die über Chessbase ausgegeben wird:

1.Dxf7+ Kh8 2.Dg8+ Kxg8 3.Ld5+ Kh8 4.Sgf7+ Kg8 5.Sxh6+ Kh8 6.Shf7+ Kg8 7.Se5+ Kh8 8.Sg6+ Sxg6 9.Txh7+ Kxh7 10.Th1+ Sh4 11.Txh4+ Kg6 12.Lf7#

Richtig und trotzdem falsch, es heißt u.a. in FIDE, C.10: „Falls zwei gleichartige Figuren auf dasselbe Feld ziehen können, wird die Figur, die gezogen wird, wie folgt angegeben, …“ Genaueres dann bis C.10.3.2.
Wenn man sich nun die Stellungen nach 3…Kh8 und nach 5…Kh8 ansieht wird man feststellen müssen, dass die genauere Ausweisung mit 4.Sgf7+ und 6.Shf7+ falsch ist und somit gegen FIDE C.10-C.10.3.2 verstößt, da der andere Springer auf d6 ja echt gefesselt ist und somit gar nicht ziehen kann; richtig ist also 4.Sf7+ und 6.Sf7+. Da sich dieser Mini Bug durch sämtliche Schachdatenbanken, Schachprogramme, Schachbuchverlage und Schachzeitungen durchzieht, einzig beim Falken-Verlag habe ich eine teilweisige Korrektur festgestellt, kann man hier vielleicht doch aufgrund seines weltweiten Umfanges, von einem größeren Bug sprechen.

Impressionen vom Verbandstag

Am 31. August 2020 fand nun endlich der lang ersehnte Verbandstag statt, der aufgrund von Corona um mehrere Monate verschoben werden musste.

Getagt wurde in der Aula der Max-Taut-Schule. Hier hatten wir einen sehr schönen großen Raum zur Verfügung. Allerdings kamen wir auch hier nicht an den Corona-Maßnahmen vorbei. Vorbildlich mussten wir uns auch hier mit Namen, Adresse und Telefonnummer anmelden. Und das in meinem Fall gleich dreimal, da ich nicht nur Empor vertreten durfte, sondern auch ein letztes Mal als Referentin für Frauenschach erschien. Das dritte Autogramm gab es dann für die Schule, damit die Verantwortlichen der Schule wussten, wer zu diesem Zeitpunkt in der Aula war.

An Desinfektionsmittel wurde auch nicht gespart.

In der Aula hatte jeder einen großen Tisch mit sehr viel Abstand zum nächsten Tisch für sich allein. Wollte man sich von seinem Tisch wegbewegen, so galt natürlich wieder die Maskenpflicht. Also alles wie im Restaurant 🙂

Nun konnte der Verbandstag starten (mit nur 20 min Verspätung). Allerdings sollte es einer der kürzesten Verbandstage aller Zeiten werden, da es nicht zu vielen Diskussionen kommen sollte. Anträge gab es nicht, das Präsidium wurde entlastet. Nun sollten viele Ämter neu besetzt werden. Der „Präsi“ Carsten Schmidt legte in diesem Jahr sein Amt nieder, ebenso wie der Landesspielleiter und viele andere Referenten. Auch ich legte mein „Amt“ als Referentin für Frauenschach nieder, welches ich nun für eine gefühlte Ewigkeit ausgeübt habe. Zeit für frischen Wind 🙂

Die Wahlen liefen alle ab wie „geplant“. Für jedes Amt gab es nur einen Bewerber. Die meisten wurden sogar ohne Gegenstimmen (aus Mangel an Alternativen) gewählt. Das neue Präsidium des Berliner Schachverbandes sieht nun also wie folgt aus:

Präsident: Christian Kuhn, Vizepräsident: Paul Meyer-Dunker, Schatzmeister: Dirk Gros, Landesspielleiter: Tony Schwedek und Landesjugendwart: Olaf Sill.

Für mich als Nachfolgerin ist Jessica Reck gewählt worden. Alle weiteren Ämter sowie ein Bericht des neuen Präsidenten gibt es auf der Homepage des Berliner Schachverbandes. –> Hier

Lösung

Folgendes steht in „Faschingsschach der Welt“(leicht verändert):“Richtig ist nur Df8 nebst Df1#,die letzten Züge waren dann f8D+Kb1, Versuche die Dame auf andere Felder einzufügen, um auf a2 oder der ersten Reihe mattzusetzen, scheitern daran, dass die Stellung dann partieunmöglich wird, da Schwarz retropatt wäre, d.h. keinen letzten Zug hätte. Nicht in Frage kommen: a1S (sB kann partieunmöglich nach a2 gelangen), b6 ( schließt den Lc8 für die Erklärung der weißen Bauernschlagfälle aus), gxh6 (unmögliche Stellung des wLh8).“

Matt in einem Zug

Ein schwerer Einzüger zur Unterhaltung.

Hans Klüver, Hamburg, DIE WELT 28.08.1948                                                                                                                       Man füge die weiße Dame ein und setze in einem Zug matt.

Nach 26 Jahren…

Nach 26 jahren ist es mir endlich gelungen auf das Cover der Schachzeitung „Schach“ zu kommen. Vor 26 jahren hatte ich nur den zweiten Platz in einem Kombiwettbewerb geschafft, obwohl sich im Nachhinein herausstellte, dass Platz eins inkorrekt war, trotz massiver Leserproteste bliebs dabei; nun hat es geklappt. Wer findet den starken schwarzen Zug, nach dem mein Gegner GM Meister, damals noch bei Lichtenberg, tatsächlich vom Stuhl gekippt ist?