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Nach 26 Jahren…

Nach 26 jahren ist es mir endlich gelungen auf das Cover der Schachzeitung „Schach“ zu kommen. Vor 26 jahren hatte ich nur den zweiten Platz in einem Kombiwettbewerb geschafft, obwohl sich im Nachhinein herausstellte, dass Platz eins inkorrekt war, trotz massiver Leserproteste bliebs dabei; nun hat es geklappt. Wer findet den starken schwarzen Zug, nach dem mein Gegner GM Meister, damals noch bei Lichtenberg, tatsächlich vom Stuhl gekippt ist?

Lösung

Juri Awerbach 1980

1.Ke7-e6!
[ 1.Ke7-d6? e5-e4 2.Tg2-g5 Ke3-d2!=
( 2…Ke3-d3!= )] [ 1.Ke7-f6? e5-e4
2.Tg2-g5 Ke3-f2!= ( 2…Ke3-f3!= )]
[ 1.Tg2-g5? Ke3-f4! 2.Ke7-f6 e5-e4= ] 1…e5-e4
2.Tg2-g5!! Ke3-d2
[ 2…Ke3-e2 3.Ke6-e5 e4-e3 4.Ke5-e4+- ]
[ 2…Ke3-f2 3.Tg5-f5+! Kf2-g2 4.Tf5-e5!
Kg2-f3 5.Ke6-d5+- ]
3.Tg5-d5+! Kd2-c2 4.Td5-e5! Kc2-d3
5.Ke6-f5!+-
1-0

Alles zusammen: Der König kann die Wirkung des Turmes einschränken (Schachgebote auf den Linien d-f), darum geht der Turm eben auf die fünfte und nicht etwa auf die siebte oder achte Reihe, aber der Turm kann die Wirkung des eigenen Königs (entgegengesetztes Pendel) nicht einschränken.

Die innere Reihe

Ein unfassbares Endspiel, was mein Superfreund Marco mir neulichst am Telefon präsentierte. Der Turm steht maximal blöd und trotzdem gewinnt Weiß am Zug.

WaZ

BMM Runde 8 – Super-Ergebnisse

In der vorletzten Runde am 8. März gab es 3 klare Siege und ein Remis.
Klasse 1.1 – SG Weißensee 2 – Empor 2                        2 : 6
Klasse 2.3 – Schachpinguine 1 – Empor 3                     1 : 7
Klasse 2.4 – Schwarz-Weiß Neukölln 1 – Empor 4      2,5:5,5
Klasse 3.2 – SVG Läufer Reinickendorf 4 – Empor 5    4 : 4
Was bedeutet das vor der letzten Runde?
Empor 3 hat den Aufstieg sicher; Empor 2 ist so gut wie aufgestiegen-ein Remis in der letzten Runde sichert alles ab; Empor 5 hat sich eine kleine Chance erhalten, aufzusteigen. Empor 4 hat den ersten Sieg in dieser Saison geschafft und ist jetzt Neunter. Ein Sieg in der letzten Runde gegen den Spitzenreiter könnte noch den Klassenerhalt bedeuten.
In der letzten Runde am 22. März haben wir Heimspiele und sicher etwas zu feiern.

Zu Besuch bei Empor 2

Empor 2 gewinnt und steht kurz vor dem Wiederaufstieg
Da die Zweite keine Berichte verfasst, werde ich mal meine Eindrücke von diesem Sonntag bringen: Also erst mal morgens los und in die Spielstätte der Weissen Dame, wo unsere Dritte gegen die Pinguine ranmußte, und wen sehe ich da, in der ansonsten verwaisten Schule, GM Richter, der seine Mannschaft betreute, das nenne ich wahren Einsatz; nachdem ich ihm meine Jahrhundertpartie gezeigt hatte, und ansonsten gesehen hatte, dass bei der Dritten alles in Butter war, machte ich mich auf den langen Weg nach Weißensee, obwohl ich noch gefragt wurde, ob ich nicht ganz dicht bin, jetzt noch, bei Corona, S-Bahn zu fahren. Dort angekommen, im schönen Spiellokal der SG Weißensee, sah ich erst mal nichts Gutes, Fabian mit Kampflosnull, geht normalerweise gar nicht bei so einem wichtigen Kampf, und Micha und Max mit Remis. Bei beiden Partien besteht erheblicher Nachbesprechungsbedarf, ganz vorsichtig formuliert. Dann kamen aber zum Glück vier gute Punkte unserer deutlich DWZ-stärkeren Spieler, Pavlos, Rainer, der nicht „Kabale und Liebe“, sondern eher „Die Räuber“ zum Besten gab, Sander und Meister Göbel über den Tisch. Der sechste Punkt von dem Jugendlichen Oliver Ellert, verdient insoweit Lob, da er in einer wirklich gruseligen Stellung, seine einzige Chance erkannte und ausführte, und später das entstandene Endspiel gut spielte. Am Ende also 6:2, was der dazugekommene Hansi mit einem zufriedenem Schmunzeln quittierte. Da Turbine, mit unserem früheren Mitglied Christian Syré (Danke an dieser Stelle!), den ärgsten Konkurrenten mit 5:3 schlagen konnte, hat Empor 2 vor dem letzten Spieltag zwei Mannschaftspunkte Vorsprung; das müßte schon etwas mit den Pferden und der Apotheke passieren, wenn man in der letzten Runde als klarer Favorit nicht mal einen Punkt herrausschlagen könnte. Anschließend noch zu S.Horn, wo die Berolinas feierten, ein paar Analysen (Panno-Variante mit Qualleopfer) und Blitzpartien, dann noch zu unserem Stammlokal, war schön leer, und so war ein typischer Durchschnittssonntag erledigt.

BMM Runde 8 am 8. März

Am 8. März treten wir auswärts bei folgenden Gegnern an:
Klasse 1.1 – SG Weißensee 2 – Empor 2
Spielort: Frei-Zeit-Haus Weißensee, Pistoriusstr. 23, 13086 Berlin
Fahrverbindung: Ring Greifswalderstr. M4 12 M13 Antonplatz, Bus 255 Wölkpromenade
Klasse 2.3 – Schachpinguine 1 – Empor 3
Spielort Achtung Änderung: Peter Ustinov-Schule (Mensagebäude) Trendelenburgstr. 1, 14057 Berlin
Fahrverbindung: Ring Messe Nord, U2 Sophie-Charlotte-Platz, Bus 139 M49 X34 X49
Klasse 2.4 – Schwarz-Weiß Neukölln 1 – Empor 4
Spielort: Malteser Familienzentrum, Lipschitzallee 72, 12353 Berlin ; bei geschlossener Tür klingeln
Fahrverbindung: U7 Lipschitzallee Bus 172 M11
Klasse 3.2 – SVG Läufer Reinickendorf 4 – Empor 5
Spielort: Freizeitclub „Am Schäfersee“, Stargardtstr. 3 13407 Berlin
Fahrverbindung: U8 Franz-Neumann-Platz
Viel Erfolg allen Mannschaften!

Aufstiegstor sperrangelweit offen

Klarer Sieg gegen Rotation

Nach dem schönen Sieg gegen Kreuzberg waren wir natürlich heiß wie die Bratwürste, unsere minimalen Aufstiegschancen noch zu nutzen (insbesondere nach den nur teilweise selbst verschuldeten Punktverlusten aus den Runden 3-5). Es ging gut los, endlich hatte Raffa wieder Zeit für uns, und konnte eine blitzsaubere Partie, ungleichfarbige“Läuferangiffsstellung“ auf weiß und Freibauer, also zwei Schwächen, nach Hause bringen. Ich hatte tierisch Schwein, dass mein Gegner fast in eine 1:1 Vorbereitung gelaufen ist, danke an Hansi, als er dann nicht den einzigen Spielbaren fand, konnte ich die Partie mit fünf kräftigen Schlägen beenden. Karsten spielte wieder mal perfekt, versäumte aber das bessere Sf6 statt Sb6 mit bequemeren Spiel, Remis. Felix Vorbereitung kam quasi auch 1:1 aufs Brett, danke an Hansi nochmal, nach Sg4 statt Te8 ist es schon sehr schwer für Weiß, danach wechselten die Fehler hin und her, am Ende kam eine kleine Ablenkung mit Röntgenangriff zum Tragen und Felix mußte die Kapitulationsurkunde unterzeichnen. Marco spielte großmeisterlich, der ansonsten sehr gut spielende Widerpart, machte nur einen kleinen Minifehler in der Eröffnung und dass reichte schon. Keine Beanstandungen von Stockfish und Bravo Marco! Jonas interpretierte den Bogo-Inder auf seine ganz eigene Weise, ein gerechtes Remis weil beide Seiten gute Gelegenheiten liegen ließen, z.B. ist das sofortige fxe3 ein Fehler. Thomas baute eine klar vorteilhafte Stellung aus dem Caro-Kan auf, stellte dann aber seine Dame auf das schlechte Feld d3 statt nach h4, danach wurde es gemischt, aber ein grober taktischer Bock von Schwarz beendete die Partie augenblicklich. Dann haben erst mal 10 Leute, inklusive SR, logisch, ein paar Stunden gewartet bis Daniel fertig war, die zähe Verteidigung in einem Doppel-Leichtfigurenendspiel mit Minusbauer wurde mit einem halben Punkt belohnt, gut gekämpft junger Mann! Es wird interessant zu sehen sein, ob es uns gelingt durch das Aufstiegstor zu schlüpfen.

Pokalmonster Empor

2:2 Sieg gegen Motor Wildau

Ein Bericht von Maxi: Letzten Samstag sind Hansi, Andreas, Sebastian und ich (Maxi) in der Pokalzwischenrunde angetreten. Da die 1. Mannschaft (bis auf Hansi) den nächsten Tag ein wichtiges Spiel gegen Rotation Pankow in der Oberliga bestritt, sind wir mit drei Leuten aus der 4. Mannschaft angetreten. Mit einem 2:2 haben wir das Achtelfinale gesichert.Sebastian spielte eine durchwachsene Eröffnung und ließ leider mit Dd7 diverse Taktiken und einen Königsangriff zu. Er kämpfte noch eine Weile, musste dann aber gegen den über 250 Punkte stärkeren Gegner die Waffen strecken.Ich habe eine etwas schwache Variante gegen Sizialianisch gespielt, die nach großem Abtausch zu einer schwachen c-Linie geführt hat. Um aktives Spiel zu behalten habe ich meinen Springer gegen zwei verbundene Freibauern getauscht. Das hat zu folgender Stellung geführt:

Weiß am Zug gewinnt

1. a7! Ta2 (1. .. Kc7 2. a8-D) 2. Ta6! Lb7 (2. .. Lxa6 3. a8D, 2. .. Txa6 3. bxa6 Lxa6 4. a8D) 3. Txa2 La8 4. Tc2 Aufgabe Hansi zwang seinen Gegner im Mittelspiel in bekannte königsindische Strukturen. Dieser konnte sich mit genug Figurenschutz gegen den Königsangriff verteidigen, allerdings nicht gegen die verlorenen Bauern und den starken e-Freibauern. Damit war durch die Berliner Wertung das Weiterkommen gesichert (Wie ich gelernt habe vergibt die Berliner Wertung einen Faktor für jedes Brett, in unserem Fall 4 Punkte für einen Gewinn am ersten Brett, 3 Punkte für einen Gewinn am zweiten usw., bei uns also ein 6:4). Andreas kämpfte gegen ein starkes schwarzes Bauernzentrum und kam mit seinem Bauernsturm auf dem Königsflügel nicht besonders weit. Als er sich dann mit seinem Turm auf Wanderschaft begab, hatte dies leider kein gutes Ende.Wir haben das Soll erfüllt, trotz deutlich stärkeren Gegnern (>200 DWZ-Punkte) an Brett 2-4 und wünschen der 1. Mannschaft viel Glück im Achtelfinale der BPMM!