Am 3.Turniertag wartete der Gastgeber SK Lehrte auf uns. Der hatte in der Runde zuvor ziemlich glücklich gegen Königsspringer Hamburg gewonnen…: Mit einer Mehrfigur in dieser Stellung verspeiste Weiß hier sorglos den Bauern a5 und musste nach dem folgenden Zug passen (Lösung am Ende des Beitrags).
Am Morgen danach überraschte uns Lehrte mit seiner Aufstellung völlig – Mit Nicole Manusina fehlte die stärkste Spielerin bei Lehrte! Anna und Jacob sicherten an 1 und 2 jeweils ein Unentschieden und zusammen mit den soliden Siegen an Brett 3 und 4 durch Leon und Robert sammelten wir 2 weitere wertvolle Mannschaftspunkte. Wir waren wieder an Tisch 1 angelangt, schön! Mit SK Doppelbauer Kiel wartete der Tabellenführer und Setzlistenzweite auf uns. Nun war unser Glück aufgebraucht – Jakob hatte schon vor der Partie mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, fühlte sich aber fit genug, um zu spielen. Fehleinschätzung – nach ca. 1,5h Spielzeit musste er die Partie in ausgeglichener Stellung abbrechen – ab ins Bett und 0 – 1. Auch die Stellungen an den anderen Brettern ließen nicht Gutes ahnen. Am Ende sammelten wir lediglich ein Remis durch Robert ein, der seinen „Wanderkönig“ – e8-g8-f7-bis nach b8 (glaube ich) in Sicherheit bringen konnte.

Eigentlich für jüngere Semester gedacht, dieses sonnige Plätzchen. Das Team: Anna, Robert,Jakob (vorn), Leon (dahinter) und Gabor. Hinten Frank Kimpinsky.
Die Auslosung bescherte uns den USC Magdeburg für die Schlussrunde. Die üblichen Rechnereien zeigten, dass ein 2 – 2 sicher für die Qualifikation reichen würde, ein Sieg uns aber sogar auf Platz 3 hieven könnte. Schade, das der USC selber einen halben Brettpunkt mehr als wir hatte, sie bei einem 2 – 2 also vor uns landen würden.
Ob es eine Theorieschlacht werden würde? Mit Roman Slobodjan hatte der USC ja einen namhaften Trainer dabei, der den USC bei seinem Sieg gegen Chemie Weißensee optimal vorbereitet hatte… Jakob beteiligte sich nur sehr eingeschränkt bei der abendlichen Doppelkopfrunde und war zum Glück wieder einigermaßen fit. Großer Pluspunkt für uns: Anna siegte recht schnell in einer schönen Partie – die taktische Lösung Sd6! mit anschließend unparierbaren Drohungen auf g8 und g7 brachte uns das 1 – 0. Leon mit Schwarz gelang es aus einer soliden Stellung heraus, den drohenden Flügelangriff seines Gegners im Italiener mit dem Gegenstoß d5 zu unterbinden, aber so richtig weiter ging es nicht. Gabor war nach zu passivem Spiel am Königsflügel inzwischen in einem verlustträchtigen Endspiel angelangt. Jakobs Uhr hatte den üblichen Fehler, die Zeit zu schnell ablaufen zu lassen – und da noch eine Reihe von Zügen zu spielen war, mittlerweile weniger als 3 min übrig waren (trotz guter Stellung) und das Remisangebot des Gegners vorlag, einigte man sich in beiden Partien nahezu zeitgleich auf remis. Der Mannschaftspunkt und die Qualifikation war geschafft (nur das i-Tüpfelchen, einen Pokal, würden wir nicht mitnehmen…) – dennoch: Herzlichen Glückwunsch! Norddeutscher Meister wurde der SK Doppelbauer Kiel mit 7 Siegen, Platz 2 belegte der Lübecker SV mit nur einer Niederlage gegen Kiel. Platz 3 also für USC Magdeburg, Platz 4 für Empor. Den letzten Qualifikationsplatz holte sich erfreulicherweise das zweite Berliner Team, Chemie Weißensee.
Die Lösung: Nach 1…c3! kann weiss den Bauern nicht mehr aufhalten.
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