Erneute Niederlage in Runde 5

Empors Erste verliert gegen Pankow mit 3:5

Erst mal das Positive: Die Spielbedingungen im Parkhotel waren erstklassig, Einzeltische mit Holzbrettern und ein äußerst günstiges Getränke- und Imbißangebot. So großzügig war der Gegner mit den Punkten leider nicht.

Marco an Brett eins spielete eine typische Großmeisterpartie, nach starker Eröffnungsbehandlung, konnte dem Gegner ein Bauer abgewonnen werden, der daraus resultierende Druck wurde abgeschwächt und das Endspiel gewonnen. Bravo! Hansi gewann nach taktischen Scharmützeln zwei Bauern und setzte sich in einem ungleichfarbigen Läuferendspiel durch, Paul an drei befreite sich aus einer strategisch minderwertigen Stellung, als der Gegner das frühe standardmäßige b5-b4 verpasste und konnte selber Druck aufbauen, aber Remis. Zsigmonds Eröffnugsvorbereitung saß, dann ging es nicht weiter, Zug um Zug wurde seine Stellung schlechter, mit Mühe und Not auch hier Remis. Raphael erwischte einen schlechten Tag, die unbegründete Öffnung der Stellung trotz Entwicklungsrückstandes bestrafte der Gegner klassisch und sehr schön. Elisa neuerte interessant in einer Königsindischen Standardstellung, versäumte dann aber ihre Dame zu zentralisieren und zog sie auf ihr Ausgangsfeld zurück, danach war gegen ihren erfahrenen Konterpart nichts mehr auszurichten. Felix spielte eine großartige Eröffnngs- und Mittelspielphase. In einer harmlosen Pirc-Variante ließ der Weiße das standardmäßige Scheinopfer auf e4 zu, welches sofortigen Ausgleich sichert. Nach einigen Vereinfachungen, entstand ein Endspiel mit Läuferpaar gegen L und S mit beiderseitigen Mehrheiten, zumindest unverlierbar könnte man denken, leider doch. Julian kam gut bis sehr aus der Eröffnung, setzte aber eine aljechinartige Angriffsidee falsch um, danach spielte sein Gegner stark und neutralisierte alle Angriffsbemühungen, es entstand ein ausgeglichenes Endspiel. Kurzfristig abgelenkt durch außerschachliche Faktoren und im Bemühen dem bedenklich stehenden Mannschaftskampf eine Wendung zu geben, produzierte er folgenden Bock:55
                                                37…h5?? ein fürchterlicher Bock, nach Lxh5 gewinnt Te6+

Die anschließende Zeitüberschreitung veränderte das stellungsmäßige Resultat nicht. Insgesamt geht auch diese Niederlage in Ordnung.