Bericht vom Winteropen 2022

Vom 27. bis 30. Dezember 2022 fand nach zweijähriger Pause wieder das siebenründige Winteropen bei Zugzwang statt. Gut organisiert, allerdings mit einem anderen Spiellokal, gespielt
wurde statt im Pankower Rathaus in einem Saal im Bezirksamt, fanden sich ca. 100 Teilnehmer um neun Uhr ein, um bis auf den letzten Tag doppelrundig endlich wieder Schach zu spielen.
Gewöhnungsbedürftig war nicht nur für mich die sehr knappe Bedenkzeit von 90 Minuten auf 40 Zügen und dann 15 Minuten für den Rest der Partie, zuzüglich 30 Sekunden Increment. Das führte zu diversen Zeitnotschlachten, was die Fans natürlich sehen wollen.
Einige Emporianer nahmen auch teil. Von den Kindern/Jugendlichen erzielten Mika (2,5 Punkte), Tobias (3) und Johan ( 3,5) gute Ergebnisse mit einer Performance weit über ihrer Elozahl. Gratulation und von dem wenigen, was ich sehen konnte, bleibt ein guter Eindruck hängen. Constantin (1,5) war sicher nicht zufrieden. Zu oft wurden gute Stellungen nicht verwertet. Dazu haderte (nicht nur) er mit der Auslosung, die Gegner mit großen Eloschwankungen bereithielt. Das betraf auch Sebastian (3 Punkte), der nach meiner Beobachtung häufig in der Eröffnung Schwierigkeiten hatte und trotz großem Kampf seinen stärkeren Gegnern unterlag. Elisa kam auf vier Punkte und wird aber natürlich nicht zufrieden sein, da sie leider die letzten beiden Runden verlor.
Kommen wir zu meinem (Jonas) Ergebnis. Mit 5,5 Punkten wurde ich Fünfter, was ok ist, aber etwas von der vermeidbaren Niederlage gegen den späteren Turniersieger in der vorletzten Runde getrübt wurde. Katastophales Zeitmanagement und eine zahme Eröffnungsbehandlung stand großer Kampfgeist und eine gute Kondition entgegen, was zum „Aussitzen“ einiger Gegner in ausgeglichenen Endspielen führte.

Danke an Hansi, der uns eröffnungstheoretisch und moralisch jeden Tag unterstützte! Insgesamt kann ich nur alle ermutigen: Spielt Turniere wenn möglich! Onlineschach ist kein Ersatz.

Von Jonas Förster