Empor startet gut in die Saison, 5:3 gegen Weisse Dame

                                                                                                           Matt in 123, WaZ

Das war Marcos und meine Vorbereitung, zwei Stunden haben wir die Steine hin-und hergeschoben, es geht um Zugzwang auf der Diagonale d1-h5, Quasi-Mattsetzung, Barrierebau und Wegtreibung des wK aus der Umgebung von h1 mit schnellerem Zurücklaufen, total gut. Übrigens ein echter Schachenthusiast läßt sich von der 50-Züge-Regel nicht schocken.

Zum Wettkampf: Hansi geriet in ein fürchterliches Bauernopfer, was dem Gegner eine dauerhafte Druckstellung erlaubte, das Remisangebot wurde sofort angenommen. Daniel spielte m.E. eine korrekte Remispartie, aber Thomas versäumte in einem offenen Sizilianer an zwei Stellen den Gewinn, so dass auch hier ein Unentschieden herrauskam. Elisa spielte eigentlich nicht übel, versäumte allerdings ein schönes Qualleopfer mit d5, wonach die weiße Stellung kritisch geworden wäre, trotzdem nicht schlecht dieses Remis. Von Jonas Partie habe ich nicht viel mitbekommen, hatte aber den Eindruck, dass die Eröffnung eher für Schwarz lief, kurzum auf einmal hatte er eine Figur mehr und gewann, das war die Führung. Julians Gegner übersah eine Ablenkung und mußte die Dame geben; Plus Zwei. Karsten verlor zwar seine erste Partie nach langer Zeit für Empor, aber spielte supergut, er verbesserte bekannte Vorbilder und hätte mit Lf1 statt a5, stabilen Vorteil erreichen können (+0,77 Houdini 3). Nach a5 drehte sich der Wind und sein Gegner übernahm mit gutem Spiel das Kommando. Marco und sein Gegner spielten lange Zeit völlig perfekt einen Rubinstein-Nimzoinder runter, dann aber wollte Weiß zuviel, verschmähte erst den Läufertausch und erlaubte sich weitere unmerkliche Ungenauigkeiten, während Marco erst die weiße Bauernmehrheit mit f6 entwertete dann mit der d-Linie, der eigenen Bauernmehrheit und dem besseren König dastand, und anschließend abwickelte, Steinitz hätte seine Freude gehabt, fast wie im Lehrbuch. Alles zusammen also 5:3, was insbesondere nach den Ergebnissen gegen denselben Gegner aus den letzten Jahren sehr erfreulich ist.